Vergleich 18N und 9N Einfachditto

© Dr. Ralph Okon 02042005

Theorie

Ich habe mal die beiden Statorvarianten auf den Dittolaufwerken einem direkten Vergleich unterzogen.
Als Vergleichskandidaten habe ich meine beiden Wirkungsgrad- und Leistungssieger ausgewählt.

Die Motoren sollten Einfachstatorvarianten mit 9 Blechen und Originalglocken ohne zusätzlichen Rückschluß sein - mechanisch genau so, wie sie aus den Laufwerken kommen. Es treten also an:

Für den 18N- Stator aus dem Iomega Ditto Max Professional Laufwerk

der 18N20P mit 13 x 0,71er Bewicklung in Sternschaltung mit 20 Magneten 7,5 x6 x 2,5.
Anfänger sollten die Magnete generell um 2-3 Zehntel Milimeter dünner wählen!

Für den 9N- Stator aus dem Iomega Ditto 800 Laufwerk

der 9N12P Superditto mit 13 x 0,8er Bewicklung in Sternschaltung mit 12 Magneten 7,5 x 5 x 2,5

Anfänger sollten die Magnete auch hier um 2-3 Zehntel Milimeter dünner wählen!

Auf den ersten Blick fällt der wesentlich höhere Füllgrad des 18N ins Auge.

In Zahlen ausgedrückt:

der 9N mit 13 x 0,8 kommt auf ca. 135mm2
der 18N mit 13 x 0,71 hat auf etwa 185mm2
dieser Vergleich geht also mit einem Vorsprung von 37% an den 18N.
Näheres zu dieser Frage findet sich hier.

Das Motorgewicht:

Während der 9N etwa 55g auf die Waage bringt,
ist der 18N mit knapp 70g deutlich schwerer.
Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, daß im 18N 8 Magnete und einiges an Kupfer mehr verbaut sind.
Allein durch die Verwendung der inzwischen verfügbaren für den Einfach-18N optimierten 6 x 6 x2,5mm Magneten ließe sich das Magnetgewicht um 20% reduzieren, ohne eine Leistungseinbuße befürchten zu müssen.

Nun aber die Leistungsdaten!

Auf dem Prüfstand erreichten die Testkandidaten folgende Werte:

 

daraus errechnen sich folgende Motorkennwerte:

 

als Leistungsdiagramm visualisiert:

es zeigt sich, dass jeder Motor sein bevorzugtes Anwendungsgebiet hat.
wenn es auf Drehzahl ankommt, hat der 9N bei den hier getesteten Bewicklungen klar die Nase vorn.

Bewickle ich den Motor jedoch mit 8 x0,91 oder gar 5 x1,06 wie inzwischen an den 3-fachen getestet, erreiche ich bei Bedarf auch das Drehzahlniveau des 9N!

Auch wenn ich möglichst viel Schub erzeugen will, ist der 18N mit

eindeutig im Vorteil.
Da fällt das etwas höhere Gewicht des Motors eigentlich nicht mehr wesentlich in die Waagschale. der oben beschriebene Motor ist an 4s Li in der Lage, mit einer 13 x 7" Luftschraube einen 1030g schweren flieger eben noch senkrecht hochzuziehen- also bringt diese Kombination mindestens 1 kg Schub.

Bei einer Gesamtbetrachtung der Effiziens unter Einbeziehung von Akku und Luftschraube, ist der 18N ein sehr klarer Sieger. Er vermag es, wesentlich größere Latten zu drehen und geht dabei noch sehr sparsam mit dem Akkustrom um.

Fazit:

jeder Motor hat seinen klaren Einsatzbereich.

der 9N ist ein brauchbarer und leicht zu bauender Motor für schnellere Parkflyer.
schon der einfache 18N ist als Seglerantrieb eigentlich unschlagbar!

Und wenn man sich diesen Motor ansieht, weiß man, was mit dem 18N-Ditto möglich ist.

 

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